Letzte Änderung: 2. April 2014

Forschung

Die Gastprofessoren und -professorinnen haben mehrere Dissertationen an unserer Fakultät angeregt oder gefördert. Mit einer gewissen Regelmäßigkeit werden Promotionen im Jüdischen Recht auch finanziell unterstützt.

Ab 1. April 2014 begrüßen wir Frau Sylvia Wittmer als Promotionsstudentin im Projekt "Professur für jüdisches Recht". Sie nimmt die Arbeit an ihrer Dissertation zum Thema: "From Swords to Ploughshares - An Evaluation of Post-Conflict Principles in Jewish Law" auf. Prof. Blanchard ihr fachlicher Betreuer.

Nachdem von nunmehr Prof. Blanchard angeregt wurde, die Forschungen zum Jüdischen Recht an der Juristischen Fakultät wieder zu intensivieren, arbeiten zur Zeit die beiden Stipendiaten Hendrik Pekárek und Jann Reinhardt an ihren Promotionen. Die von Prof. Möllers betreute Promotion von Jann Reinhardt hat einen rechtsphilosophischen Schwerpunkt und untersucht die Halacha in Hinblick auf Prinzipien der Nachhaltigkeit (Abstract).

Daneben haben im Rahmen der Berliner Studien zum Jüdischen Recht bereits Katja Schmidt sowie Justus von Daniels ihre Promotionen ablegen können. Die Promotion von Katja Schmidt, die von Prof. Benöhr betreut wurde, hat einen rechtsgeschichtlichen Schwerpunkt. Sie befasst sich mit der Rechtsstellung der jüdischen Gemeinden in Preußen im 19. Jahrhundert. Die Promotion von Justus von Daniels, die von Prof. Schlink betreut wurde, befasst sich mit der Aktualität des Jüdischen Rechts für die zeitgenössische Rechtswissenschaft. Das jüdische Recht wird aufgrund seiner alternativen Ausprägung als religiöses, als nichtstaatliches, als ethisches und als pluralistisches Recht vermehrt für Rechtsvergleiche benutzt. Die Arbeit untersucht vor diesem Hintergrund, wie das jüdische Recht als eigene Rechtskultur für heutige Rechtsfragen und die Rechtstheorie fruchtbar gemacht werden kann.